Systemaufstellungen und Familienaufstellung


„Ohne Wurzel keine Flügel“

Systemaufstellungen für Familie, Partnerschaft, Gesundheit und Beruf / Familienaufstellung

Leitung: S. Katrin Apitz

Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich.



Termine 2019:

Leipzig:

17.02. 2019
14.04. 2019
16.06. 2019
08.09. 2019
03.11. 2019
Rostock / Reinshagen:
06.04. 2019
09.11. 2019
Frankfurt /
Oder
:
12./13.04. 2019


Investition:
130,- € mit eigener Aufstellung
30,- € teilnehmende Stellvertreter


Ankündigung: neu - ab Januar 2017 offene Aufstellungsabende


Grundkurs „Systemisches Denken und Handeln in der Beratungsarbeit“
Start in Rostock: September 2017
Start in Leipzig: September 2017

Genaue Informationen zum Kurs unter www.ikome.de


Aufbaukurs „Systemaufstellungen für Familie, Partnerschaft, Gesundheit und Beruf“
Start in Rostock und Leipzig: neu 2017


Die Zulassung zur Weiterbildung (Aufbaukurs) „Systemaufstellungen für Familie, Partnerschaft, Gesundheit und Beruf erfordert den Abschluss des Grundkurses oder anderweitig erworbene, stabile systemische Grundkenntnisse!


„Ohne Wurzeln keine Flügel“ (B. Ulsamer, Goldmann - Verlag 1999, Titel)

Nach vielen Jahren beraterischer und therapeutischer Arbeit und aus eigener Lebenserfahrung finde ich diese Metapher so passend für uns Menschen, dass ich sie zur Grundidee meiner Tagesseminare „System- und Familienaufstellungen für Familie, Partnerschaft, Gesundheit und Beruf“ wählte.

Eben so wie ein Baum mit schwachen, brüchigen Wurzeln oder ganz ohne Wurzeln den Stürmen nicht standhält, eben so wie ein gut verwurzelter Baum in voller Schönheit erblüht, wächst, gedeiht und Früchte trägt, so können wir symbolisch kraftvoll unsere Flügel ausbreiten und in unser eigenes Leben, mit eigenen Wünschen, Träumen, Zielen starten, wenn die Verbindung zu unserer Herkunft klar, friedvoll und nährend ist.

...ich wünsche mir ein besseres Verhältnis zu meinen Eltern, ich möchte endlich richtige Freude im Spiel mit meinem Kind empfinden, ich mag meine Partnerschaft stabil und kreativ gestalten, ich wundere mich über meine Niedergeschlagenheit und möchte diesen Zustand verändern, ich habe immer wieder Schwierigkeiten mit meinem Vorgesetzten und suche nach einem Weg, um besser damit umzugehen, ich bin rastlos und möchte eine Familie gründen, mein Magen tut immer wieder weh und trotzdem möchte ich mein Leben kraftvoll gestalten, unser Team setzt sich aus klugen und fleißigen Menschen zusammen, wir wollen das in unseren Arbeitsergebnissen auch erfüllt wissen...

So und ähnlich klingen die Anliegen mit denen Menschen sich für Familien- und Systemaufstellungen anmelden. Es kann sich um Probleme im täglichen Leben, um Krankheitssymptome, immer wieder kehrende Konflikte in Familie, Partnerschaft und Beruf oder Entscheidungsschwierigkeiten handeln.

In der systemischen Arbeit wird der Blick von der einzelnen Person auf andere Zusammenhänge erweitert. Das können Familiensysteme (Herkunftsfamilie, Paarbeziehung, Eltern-Kind-Beziehung etc.), aber auch berufliche oder organisatorische Systeme sein.

Manchmal geht es einer Person nicht gut, es gibt Schwierigkeiten oder feste, unproduktive Verhaltensweisen, weil in den näheren oder früheren Bezügen etwas unklar ist. In den Systemaufstellungen können diese sogenannten Verstrickungen und Unklarheiten sichtbar werden.

Oft ergeben sich aus dem Anerkennen und Sehen, was ist, die nächsten Schritte im Alltag, ein anderer Umgang mit sich selbst und mit anderen oder auch eine Sicht aus neuem Blickwinkel.

Die systemische Arbeit ist lösungsorientiert. Sie schaut weniger auf das, sowieso bekannte, Problem, als auf neue Wege und Möglichkeiten im Umgang mit schwierigen Situationen.

Die systemische Arbeit ist außerdem ressourcenorientiert. Sie aktiviert verdeckte Qualitäten, Stärken und Reserven in uns und unserem Umfeld, mit deren Hilfe wir zunächst unlösbar erscheinende Konflikte angehen können.

Das erfordert Bereitschaft und Offenheit für Veränderung und neue Möglichkeiten im Leben. Trotz Unterstützung durch Berater und Therapeuten ist diese Veränderung nur mit Eigenverantwortung zu realisieren.

Ganz praktisch werden in systemischer Gruppenarbeit nach dem Empfinden in diesem Moment stellvertretende Personen für das entsprechende Gefüge (Eltern, Partner, Arbeitszusammenhang...) ausgewählt und im Raum in Beziehung zueinander auf ihren Platz gestellt. Die Plätze zeigen ihre Wirkung an den Stellvertretern in Körperempfindungen, Impulsen, Emotionen und Haltungen. Weg von der bekannten (Problem-) Sicht werden andere Wirkungen und Wirklichkeiten im System entwickelt. Die Aufstellung endet meist in Freude und Erleichterung, vor allem aber am spannendsten Punkt, von dem aus der Betreffende Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten hat.

Den Stellvertretern in den Aufstellungen gilt es zu danken, denn sie leisten da oft einen Liebesdienst für andere, aber letztlich auch für sich selbst. In den Gruppen entsteht eine Atmosphäre von Offenheit, Achtung, Vertrauen und Wachstum für alle Beteiligten.

Die tatsächliche Wirkung dieser Arbeit lässt sich schwer beschreiben. Wirklich verstanden habe ich es vor Jahren erst dann, als ich es selbst erlebte und spüren konnte.

Familien- und Systemaufstellungen wirken oft klärend und erleichternd und dennoch setzt sich der Veränderungsprozess bis zu etwa zwei Jahren nach der Aufstellung fort.

Eine eigene Aufstellung kann viel Kraft freisetzen, für andere Menschen wiederum Entspannung und das Ende eines Laufes im Hamsterrad bedeuten. Es ist gut mit der Wirkung des Abschluss- oder Lösungsbildes weiter seinen Weg zu gehen und Veränderungen im Familienkreis, in der Partnerschaft, in Gesundheit und Beruf zeigen sich dann oft auch mühelos.

Ich halte Einzelbegleitung im Prozess nach einer eigenen Aufstellung für sehr sinnvoll und nutzbringend, um das Potenzial einer Systemaufstellung auch wirklich voll auszuschöpfen.

In den letzten 10 Jahren hat Bert Hellinger die systemische Aufstellungsarbeit u.a. auch in Deutschland sehr bekannt gemacht und ständig weiter entwickelt.

Das ist gut so und dennoch liegen die Wurzeln der systemischen Arbeit und ihrer vielfältigen Anwendungspalette noch viel weiter zurück. Es gab bereits um 1950 Therapeuten, die erfolgreich mit systemischer Therapie und Beratung arbeiteten.

Sicher ist in den letzten Jahren fast so etwas wie eine „systemische Aufstellungswelle“ über uns geflossen. Wellen und Trends gehen vorüber - der Nutzen dieser Methode bleibt.

Sie ist kein Allheilmittel, aber verantwortungsvoll angewandt, auch gerade in Kombination und Ergänzung mit anderen Methoden, eine „Schatztruhe“ für Wachstum, Heilung und Verständigung.